

1889. Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche wurde während eines Aufenthalts in Turin Zeuge, wie ein Pferd ausgepeitscht wurde. Er warf seine Arme um den Hals des Tieres, um es zu schützen, und brach dann zu Boden zusammen. Weniger als einen Monat später wurde bei Nietzsche eine schwere psychische Erkrankung diagnostiziert, die ihn für die verbleibenden elf Jahre bis zu seinem Tod ans Bett fesselte und sprachunfähig machte. Doch was geschah eigentlich mit dem Pferd? Der Mann, der das Pferd auspeitscht, ist ein Landwirt, der seinen Lebensunterhalt mit Fuhrdiensten in die Stadt bestreitet, für die er seinen Pferdewagen nutzt. Das Pferd ist alt und in einem sehr schlechten Gesundheitszustand, bemüht sich jedoch nach Kräften, den Befehlen seines Herrn zu gehorchen. Bauer und Tochter müssen erkennen, dass das Tier nicht mehr in der Lage sein wird, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Das Sterben des Pferdes bildet die Grundlage dieser tragischen Geschichte.
